von Amina Streichsbier
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21. März 2025
‼️Achtung Biber ‼️ In den letzten Jahren haben sich Biber in vielen Regionen Deutschlands wieder angesiedelt. Ein Vorfall, der kürzlich einem unserer Vereinsmitglieder widerfahren ist, zeigt, wie wichtig es ist, sich über diese Risiken bewusst zu sein. Gestern wurde der Hund eines Mitglieds von einem Biber verletzt – ein Erlebnis, das uns alle zum Nachdenken anregen sollte. Biber gelten als die größten Nagetiere Europas und spielen eine entscheidende Rolle in der Natur. Sie sind bekannt dafür, Bäume zu fällen und Dämme zu bauen. Der Vorfall, der uns alarmiert hat, ereignete sich beim Spaziergang eines Hundes in der Nähe eines Gewässers. Laut dem betroffenen Vereinsmitglied hatte der Hund zuerst friedlich in der Nähe des Wassers gespielt, als plötzlich ein Biber aus seinem Bau auftauchte. Es kam zu einer unerwarteten Begegnung. Der Hund, neugierig wie immer, näherte sich dem Tier. Doch der Biber, dessen Instinkt es ihm gebietet, sein Territorium zu verteidigen, reagierte aggressiv. Er schnappte nach dem Hund und verletzte ihn am Bein. Glücklicherweise konnte das Mitglied zusammen mit Anglern welche auch an der Stelle waren den Hund zurückhalten und die Situation entschärfen. Dennoch musste der Hund im Anschluss tierärztlich versorgt werden – ein schmerzhafter Vorfall, der vermeidbar gewesen wäre, wenn bestimmte Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden wären. Warum sind Biber gefährlich? Biber sind in der Regel nicht aggressiv gegenüber Menschen oder Hunden, sondern verteidigen lediglich ihr Revier. Insbesondere während der Fortpflanzungszeit können sie jedoch besonders territorial und unberechenbar sein. Ihre scharfen Zähne sind in der Lage, ernsthafte Verletzungen zuzufügen. Zusätzlich zu direkten Verletzungen besteht auch die Gefahr des Übertragens von Krankheiten. Wie viele Wildtiere können Biber Träger von Parasiten und anderen Erregern sein, die für Hunde (und auch für Menschen) gesundheitsschädlich sein können. Prävention und Aufklärung Um ähnliche Vorfälle zu vermeiden, sollten wir als Hundebesitzer einige Vorsichtsmaßnahmen ergreifen: 1. **Aufmerksamkeit beim Spaziergang**: Halten Sie stets ein Auge auf Ihren Hund. Bei der Begegnung mit Wildtieren sollte der Hund sofort zurückgerufen und an die Leine genommen werden. 2. **Wissen über den Lebensraum der Tiere**: Informieren Sie sich über Gebiete, in denen Biber häufig anzutreffen sind. Meiden Sie solche Orte, insbesondere während der Fortpflanzungszeit, die in der Regel von April bis Juli dauert. 3. **Aufklärung der Gemeinschaft**: Diskutieren Sie mit anderen Hundebesitzern über die potenziellen Gefahren und teilen Sie diesen Bericht, um das Bewusstsein zu schärfen. 4. **Tierarzt kontaktieren**: Wenn Ihr Hund potenziell durch einen Biber verletzt wurde, suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf, um sicherzustellen, dass keine ernsthaften Verletzungen oder Krankheiten vorliegen. Dieser Vorfall ist ein ernster Weckruf für uns alle. Biber sind nicht nur sympathische Geschöpfe, sondern auch Tiere, die wir respektieren müssen, insbesondere wenn wir unsere Hunde mitnehmen. Sensibilisierung und Vorsicht sind die besten Schutzmaßnahmen, um zukünftige Begegnungen zwischen unseren pelzigen Freunden und diesen flinken Baumeistern zu vermeiden. Indem wir das Bewusstsein für diese Problematik schärfen und verantwortungsbewusst mit unseren Hunden umgehen, können wir dazu beitragen, dass unsere Ausflüge in die Natur sowohl für unsere Tiere als auch für die dort lebenden Wildtiere sicher und harmonisch verlaufen. Denken wir daran: Wir sind Gäste in ihrer Welt.