Fährte - der Hund als Nasenspezialist

Info

Der Hund als Nasenspezialist wurde schon früh von den Menschen zur Suche eingesetzt. Die Leistung seiner vielen Millionen Riechzellen ermöglicht ihm, für uns Menschen kaum vorstellbare Leistungen zu vollbringen.

Die „Fährte“ ist eine Option dieser „Nasenarbeit“ und bezeichnet die auf dem Erdboden oder im Schnee hinterlassenen „Fußabdrücke“ eines Lebewesens. Der Begriff „Fährtenarbeit“ kommt aus dem Bereich des Hundesports. Bei der Suche nach vermissten Personen ist die Fährtenarbeit hingegen meist untauglich. Für diese Arbeit ist eine andere Ausbildung des Hundes erforderlich.

 

Grundsätzlich sind für die „Fährtenarbeit“ alle Hunde, jeden Alters und jeder Größe geeignet. Auch beim Hundehalter gibt es kaum diesbezügliche Einschränkungen. Beste Voraussetzung ist jedoch viel Fleiß für das gemeinsame Training und die Bereitschaft entsprechend viel Zeit zu investieren. Eine gewisse Erfahrung vorausgesetzt, kann dieses Training ohne Unterstützung Dritter durchgeführt werden. Begrenzungen werden lediglich durch die Jahreszeiten, sowie durch witterungs- bzw. temperaturbedingte Umstände gesetzt.

 

Bei der Fährtenarbeit folgt der Hund dem Geruch der durch das Eigengewicht des Fährtenlegers verursachten bzw. entstandenen Bodenverletzungen. Deren Geruchsbild entsteht durch die Beschädigung der Erdoberfläche. Im Wesentlichen also durch das Zertreten von Pflanzen, Kleinstlebewesen und Mikroorganismen. Die durch die mechanische Verletzung austretenden Zellsäfte dieser Pflanzen und Organismen haben einen Eigengeruch, zudem beginnt sofort ein Zersetzungsprozess, der ebenfalls einen Eigengeruch entwickelt. Der Bereich der mechanischen Bodenverletzung unterscheidet sich somit geruchlich von den nicht verletzten Bodenbereichen im Umfeld. Dieser Geruchsunterschied ist für die feine Hundenase erkennbar.  Ziel der Fährtenarbeit ist es nun dem Hund zu vermitteln, dem Geruchsbild dieser frischen Bodenverletzung zu folgen.

 

Die mechanische Spur (Bodenverletzung) lässt sich oft nur für relativ kurze Zeit (einige Stunden) verfolgen. Kreuzende, andere Spuren können zur Irritation führen, da sie aus den gleichen Duftkomponenten bestehen. Schon ein Regenschauer kann dazu führen, dass die Spur nicht aufgenommen und verfolgt werden kann. Hunde folgen von ihrer Natur her eher der Individualspur und müssen für die Fährtenarbeit gezielt ausgebildet werden.

 

Im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) gibt es verschiedene Prüfungen in der Fährtenarbeit. Nähere Details zu den Prüfungsanforderungen können in den jeweiligen Prüfungsordnungen nachgelesen werden.

 

Diese besondere Fähigkeit unserer Hunde, bzw. deren Nasen, kann und sollte für eine artgerechte Beschäftigung gefordert und trainiert werden, da sie den natürlichen Bedürfnissen unserer Hunde entspricht und ihnen deshalb auch großen Spass bereitet.

 

Neben der o.g. „Fährtenarbeit“ gibt es noch weitere Möglichkeiten der  „Nasenarbeit“, die von jedem Hundeführern je nach Interesse und Neigung ausgesucht und trainiert werden kann.

 

Genannt sind hier die Ausbildungssparten:

  • Mantrailing (Personensuche anhand Individualgeruch)
  • Jagdhundeausbildung (mit mehreren Einsatzoptionen vom Aufstöbern, dem Anzeigen, dem Apportieren von Wild, bis hin zur Nachsuche von z.B. angefahrenem und danach geflüchtetem Wild)
  • Spezialsuche (in der Literatur auch ZOS „Zielorientierte Objektsuche“ genannt)
  • Oder die Spezialisten bei den Rettungshundestaffeln (Flächensuche-/ Trümmersuch-, Lawinenspürhunde)

Oberbegriff

Nasenarbeit

 

Diese besondere Eigenschaft unserer Hunde, bzw. deren Nasen, kann und sollte für eine artgerechte, weil seinen natürlichen Bedürfnissen am besten entsprechende Beschäftigung, gefordert und trainiert werden.

 

Für diese Beschäftigungen wird deshalb auch der Oberbegriff „Nasenarbeit“ verwendet.

Arndt Laukemann

Trainer

Weitere Einsatzgebiete entwickelten sich in den letzten Jahren und rücken immer wieder ins öffentliche Bewußtsein.

Beispielhaft sind hier zu nennen: „Epileptikerhunde“, „Diabetikerhunde“, „Krebszellenspürhunde“, „Schimmelspürhunde“, „Milbenspürhunde“ …

 

 

 

 

 

Es kann vermutet werden, dass in der Zukunft weitere Einsatzmöglichkeiten für die Hundenasen hinzukommen.

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